Alicia
Paulsen
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Ein experimentelles Erinnerungsobjekt zur Integration von Trauer im Alltag.
Trauerkultur
Ein experimentelles Erinnerungsobjekt zur Integration von Trauer im Alltag.
Mein Projekt untersucht, wie Trauer in modernen, urbanen Lebensrealitäten neu gestaltet werden kann. Die traditionelle Bestattungskultur in Deutschland ist stark an feste Orte und vorgegebene Abläufe gebunden und wird von vielen Menschen als distanziert oder unflexibel wahrgenommen.
Ich entwickle ein Erinnerungsobjekt, das intensives Trauern im häuslichen Umfeld ermöglicht und sich atmosphärisch in den Alltag einfügt. Durch die Verbindung mineralischer Materialien mit Licht entsteht eine gegenwärtige Form des Erinnerns. Dabei vermeidet es bewusst die Urne als Vorbild und sucht eine ästhetisch leichte Alternative, die Nähe, Präsenz und individuelle Rituale unterstützt.
Eine wichtige Aufgabe besteht darin, eine Formensprache zu entwickeln, die unterschiedlichen Trauerwegen gerecht wird und das Erinnern räumlich erfahrbar macht.
Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einem wachsenden Bedürfnis, Erinnerung nicht auszulagern, sondern selbstbestimmt in das eigene Leben zu integrieren.
BA
PD
Prof. Steffen Schulz
Sven Henkel B. A.
Zoi Zachos