Anika
Kubirski
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Wie wird Nähe spürbar, wenn in der Palliativsituation Worte oder Berührung schwerfallen? Ich wollte ein Tool entwickeln, das Patient*innen und Angehörigen emotionale Unterstützung bietet.
EVE
Wenn Worte fehlen, ein Kissen als stille Verbindung und Trostspender.
In meinem Projekt entwickle ich ein E-Textiles-Kissen in Tropfen- und Herzform, das im palliativen Kontext Kommunikation und Interaktion begleitet. Inspiriert hat mich die Frage, wie Nähe spürbar werden kann, wenn Worte fehlen oder Berührung schwerfällt.
Das Kissen soll ein stilles „Ich bin da“ vermitteln, ein Handschmeichler sein der Trost spendet, und ein kleines Ritual schaffen, das Patient*innen und Angehörige miteinander verbindet. Jede beteiligte Person erhält ihr eigenes Kissen. Das Konzept sieht vor, dass jede*r sowohl ein halbes als auch ein ganzes Kissen besitzt, wobei die beiden Hälften zu zweit wieder ein Ganzes bilden.
Dieses Ganze wird zu einer persönlichen Brücke: Ein Werkzeug, das emotionale Hürden senkt und Nähe vereinfacht, ohne zu überfordern.
Im Designprozess habe ich gelernt, wie sensibel dieser Kontext ist. Die größte Herausforderung war für mich, Funktionalität und Emotion auszubalancieren: Ein Objekt zu schaffen, das Elektronik trägt, aber gleichzeitig warm, annehmbar und menschlich bleibt. Dieses Projekt zeigt, dass Gestaltung echte Beziehungen stärken kann, gerade dort, wo Verletzlichkeit am größten ist.
BA
PD
Prof. Carolin Schreiber
Sven Henkel B. A.
Ceyda Ünal