Antonia
Fandrey
Antonia
Fandrey
Antonia
Fandrey
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Antonia
Fandrey
Zu meinem Projekt bewegt hat mich mein Wunsch, offensichtliche Parallelen in der Geschichte noch sichtbarer zu machen und neue Perspektiven zu finden.
Wenn Wolle brennt, brennen Haare auch
Ein Animationsfilm zwischen Misogynie und Hexenverdacht.
Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert war es eine gängige Praxis, Menschen als Hexen zu verurteilen. Besonders gefährdet: Frauen, die entgegen gesellschaftlicher Normen lebten oder über unautorisiertes Wissen verfügten. Misogyne Haltungen werden auch heute noch offen geäußert und legitimiert, die angeführten Kritikpunkte an weiblich gelesenen Personen sind teils immer noch die gleichen. Diese Parallelen zwischen der offenen Kritik und Stigmatisierung von weiblich gelesenen Personen und den Gründen, derentwegen Frauen u. a. in der frühen Neuzeit als Hexen angeklagt wurden, haben mich dazu motiviert, diese Verbindung künstlerisch aufzubereiten. Die Protagonistin in meinem Animationsfilm reagiert emotional auf absurde Konfrontationen zu ihrem Aussehen, ihren Werten und ihrer Lebensart. Meine größte Herausforderung war es, eine Geschichte zu schreiben, die die komplexen Themen zugänglich aufgreift. Das Medium der Animation eröffnete mir dabei eine außergewöhnliche gestalterische Freiheit und Flexibilität: Es erlaubt, komplexe Messages überspitzt, surreal oder bewusst überzeichnet darzustellen, ohne an die Grenzen realistischer Inszenierung gebunden zu sein.
BA
MD
Prof. Henning Tietz
Vertr.-Prof. Lioba Schlösser
Pascal Hübel