Pascal
Hübel
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Ich möchte meine Familiengeschichte erlebbar machen und für die nächsten Generationen festhalten.
Jungfrungatan
Dokumentarischer Zeitzeugenbericht einer Flucht 1945.
„Unsere Flucht gestaltete sich vergleichsweise glücklich, es gab viel, viel schlimmere Schicksale. Und darüber waren wir sehr glücklich. Erwartet also keine Schauergeschichten.“
In meinem 15-minütigen Film sprechen Eva und Dieter, zwei Geschwister meines Opas, über ihre Flucht im Winter 1945 aus Schlesien über Österreich nach Würzburg. Eindrücklich schildern sie ihre Gedanken zu einer Zeit voller Brüche, Ziellosigkeit und neuer Zuversicht.
Bei - 21 Grad bricht die Familie mit sechs Kindern in Heydebreck auf, weil die Rote Armee näherrückt. Sie fliehen in Menschenmassen
zu Fuß, in Bahn- und LKW-Transporten. Drei
Monate in Atzbach sind geprägt von Hunger,
Luftangriffen und provisorischen Unterkünften. Nach Kriegsende wird die Familie nach Deutschland geschickt, wo sie einen Neubeginn schafft. Doch eines wird trotz allem Erlebten deutlich: Die zähe Kraft von Zusammenhalt und Gemeinschaft lässt auch an Gutes erinnern.
Für mich wurde dieses Projekt zu Gesprächen über Aufbruch und Ankommen, über das
Verlieren und Finden von Zugehörigkeit, die Bedeutung von Familie und die Frage, wer wir sind, wenn uns plötzlich und für immer unser Zuhause genommen wird. Mein Ansatz: Ruhige, nahe Bilder und Stimmen als Erinnerungsträger.
BA
MD
Prof. Henning Tietz
Prof. Thekla Ehling
Lisa Dettenberg