Per-Hendrik
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Ich wollte Sounddesign als ästhetische Praxis verstehen, die nicht nur auf einer guten Intuition fußt, sondern feste Verwurzelung in der Forschung von Klangkonventionen undWahrnehmungsforschung hat.
Akustische Markenelemente im Audio-only-Werbekontex
Eine experimentelle Untersuchung über die Bewertung von Slogan und Audiologo in einem Spotify ähnlichen Nutzungsszenario
Sound als ästhetisches und wahrnehmbares Phänomen zu erforschen, bildet den Ausgangspunkt meiner Arbeit. Im Mittelpunkt stehen Audio-Logos, kurze klangliche Signaturen, welche Marken prägen, Wiedererkennbarkeit und emotionale Vertrautheit erzeugen. Meine zentrale Forschungsfrage lautet: Wie können Klänge so modifiziert werden, dass ihre Zeichendichte gezielt gestaltet wird und ein bestimmter Wahrnehmungseffekt entsteht?
Ich betrachte Klänge als formbare semiotische Einheiten. Daher untersuche ich, wie sich die Gestaltung und Zeichendichte eines Audio-Logos auf Wahrnehmung und Erinner-barkeit auswirken und wie weit ein Klang verändert werden darf, ohne seine Identität zu verlieren. Diese Perspektive basiert auf Erkenntnissen der auditiven Wahrnehmungsforschung und der Semiotik. Ergänzend dazu arbeite ich empirisch: Ein Fragebogen erfasst emotionale und körperliche Reaktionen sowie die Reaktionszeit bei der Wiedererkennung verfremdeter Audio-Logos. Meine Arbeit versteht Sounddesign somit nicht als Stilfrage, sondern als gestaltbare Praxis. Klänge tragen Bedeutung, wecken Erwartungen und formen Wahrnehmung. Genau diese Prozesse möchte ich sichtbar machen.
MA
Prof. Dr. Lars C. Grabbe
Jan-Erik Höckesfeld M. A.
Nhi Nguyen